Nahezu jede zweite Frau hat Dehnungsstreifen. Gefühlt leiden ebenfalls so viele darunter. Schwangerschaft, Gewichtsschwankungen, eine gewisse genetische Veranlagung oder auch eine schlechte Ernährung sind die Gründe, dass das entsprechende Bindegewebe in feine Linien reißen kann. Dies erfolgt oft an den Oberschenkeln, dem Po, an der Taille oder am Bauch. Da so viele Frauen unter Dehnungsstreifen leiden, ist es möglich, ebenso viele Produkte und Methoden gegen die Streifen anzuwenden. Diese können helfen, dass die Linien gemildert werden, jedoch keineswegs vollständig verschwinden. Neben diesen Verfahren sollte man auch eines tun: die Dehnungsstreifen akzeptieren. Welche Treatments helfen und wie das funktioniert, erfährt man im folgenden Artikel.

Maßnahmen gegen Dehnungsstreifen

Dermatologen und Hautexperten antworten mit Vorsicht, wenn es um das effektivste Verfahren bei Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen geht. Denn die feinen Narben lassen sich nicht absolut heilen. Trotzdem können dermatologische und kosmetische Vorgehensweisen Dehnungsstreifen mildern und sind in der Kombination am wirkungsvollsten.

Dermatologische Verfahren

Dermatologische sowie sich über einige Wochen oder Monate andauernde, tiefenwirksame Behandlungen, beispielsweise mit Radiofrequenzwellen-Bestrahlung oder Microneedling, sollen ein sichtlich verbessertes Hautbild bewirken. Kim Kardashian schwärmte außerdem nach deren Schwangerschaften von dem Bestrahlen mit dem fraktionalen Laser. Während dieser Behandlung erfolgt die Verletzung der oberen Hautschichten hauchfein, damit die Kollagenproduktion und Hauterneuerung nachhaltig stimuliert und demnach von innen heraus die Dehnungsstreifen gemildert werden.

Schönheitschirurgische Verfahren

Es ist auch möglich, beim Schönheitschirurgen die Dehnungsstreifen verfeinern zu lassen. Zur beliebtesten Methode der ästhetischen Medizin gehört beispielsweise die Dermabrasion, bei welcher an der Oberfläche die verästelten Vernarbungen abgeschliffen sowie gemildert werden. Außerdem können Dehnungsstreifen durch eine Laserbehandlung nachpigmentiert werden, sodass diese im Hautbild nicht mehr so auffallen.

Hautpflege

Um die Haut gezielt zu pflegen oder vor dem Überdehnen zu schützen, rentiert sich die Hautmassage mit Hautölen, welche reich an Vitamin E und essenziellen Fettsäuren sind, täglich durchzuführen. Diese halten das Gewebe sehr geschmeidig, verbessern die Dehnungsfähigkeit und erhöhen seine Elastizität. Die Zupfmassage wirkt gegen Dehnungsstreifen am besten. Bei dieser zieht man zwischen zwei Fingern die Haut hoch. Außerdem soll der aus dem Anti-Aging bewährte Wirkstoff Retinol die Belastbarkeit bei der Haut vorbeugend verbessern sowie bestehende Dehnungsstreifen außerdem als nachbehandelnde Pflege stark mildern. Eine begleitende Hautmassage, beispielsweise mit einer Hautbürste oder einem Luffaschwamm, soll die Wirkungsweise verbessern.

Wie man Dehnungsstreifen akzeptiert

Keiner ist perfekt. Dieses Mantra sagt man sich am besten immer wieder selbst. Durch individuelle Merkmale sind Menschen etwas Besonderes, da sie einen abheben. Das gilt nicht nur für die Persönlichkeit, sondern ebenso für den Körper. Außerdem sind Dehnungsstreifen so stark verbreitet, dass diese oft überhaupt nicht so sehr von der Umgebung wahrgenommen werden. Vermeintliche Makel sieht man selbst immer am stärksten. Hiervon ist es möglich, sich zu lösen, indem man das Unwohlsein und die Sorge aktiv herunterspielt. Denn es ist keineswegs schlimm. Selbstverständlich macht es ebenso die Mode möglich, mit Dehnungsstreifen zu leben. Mithilfe eines Badeanzugs, Kaftans oder hochgeschnittenen Bikini-Höschens fühlt man sich in seiner Haut schnell viel wohler. Und dann sollte man einfach keineswegs mehr an die Dehnungsstreifen denken.