Kaum ein Mann macht sich nicht hin und wieder Gedanken um seine Potenz. Den Wirkstoffen, wie Tadalafil, ist es zu verdanken, dass die Erektionsfähigkeit keine Frage des Alters mehr darstellt. Allein der Blick in den Freundeskreis genügt, um früher oder später mit dem Thema konfrontiert zu werden.

Das Trinken von Kaffee kann die Potenz fördern?

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Kaffee die Arterien erweitert. Gute Nachrichten für Männer. Bei der Erektion sind freie Blutgefäße unerlässlich. Durch den Verzehr von Kaffee wird der Abtransport von möglichen Ablagerungen in den Blutgefäßen verbessert. Pro Tag sind bereits zwei bis drei Tassen Kaffee ausreichend, um den erwünschten Nebeneffekt zu fördern.

Wann wird eigentlich von einer Potenzstörung gesprochen?
Sobald ein Mann keine Erektion bekommen kann, wird von einer erektilen Dysfunktion gesprochen. Kann ein Mann seine Erektion nur kurz oder nicht bis zum Orgasmus halten, wird aus medizinischer Sicht ebenfalls von einer Erektionsstörung gesprochen. Aktuelle Studien aus den USA belegen, dass in Industrieländern immer mehr Männer ab 30 Jahren betroffen sind. Allein in den USA sind ab einem Alter von 40+ mehr als 40 Prozent der Männer von einer vorübergehenden oder anhaltenden Erektionsstörung betroffen.

Weitere Gründe, die zu einer Erektionsstörung führen können
Neben Blutgefäßen und Nervenzellen sind es Muskelzellen, die für eine gesunde Erektion zuständig sind. Durch die Muskelzellen wird der Penis steif und die Erektion bis zum Orgasmus gehalten. Leider können Muskelzellen nicht mit einem konkreten Trainingsplan gestärkt werden. Regelmäßiger Sport kann dennoch helfen.

Kaffee bietet keine verbesserte Wirkung bei der Diagnose Diabetes + Erektionsstörung
In den Studien zeigte sich auch, dass Männer, die an Diabetes leiden, keine positiven Effekte durch den Verzehr von Kaffee erzielen konnten. Diabetes gilt als der Indikator, der die Diagnose erektile Dysfunktion zu einer chronischen Erkrankung wandelt. Die Auswirkungen von Diabetes können auf die Funktionsweise der Nervenzellen im Penis Einfluss nehmen. Bei diesem Krankheitsbild ist die Einnahme von PDE-5-Inhibitoren für viele betroffene Männer unerlässlich.

Positive Wirkung von Kaffee auf die Erektion noch nicht vollends erforscht
Über die Wirkung gibt es noch keine eindeutigen Ergebnisse. Es gibt Vermutungen, dass sich die Muskelzellen und Nervenzellen entspannen. Damit wird eine Erektion begünstigt. Der Kaffee, der in den Studien angeboten wurde, war normaler Filterkaffee. Erfahrungswerte, wie sich der konkrete Verzehr von Kaffee bei bereits vorhandener Erektionsstörung auswirkt, liegen bisher nicht vor. Wer kein Risiko eingehen möchte und Kaffee mag, kann seine tägliche Anzahl an Kaffeetassen leicht erhöhen.

Kaffee trinken allein reicht nicht!
Männer ab 30+ gehören klar zur Risikogruppe der Betroffenen. Um das Eintreten einer vorübergehenden oder anhaltenden Erektionsstörung zu mindern, hilft ein gesunder Lebensstil. Regelmäßige Bewegung, geringer Konsum von Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten und ein nicht zu stressiger Alltag schützen den Erhalt der gesunden, männlichen Erektion.

Keine Hilfe bei einem zu niedrigeren Testosteronspiegel
Beim Urologen kann festgestellt werden, ob der Testosteronspiegel zu niedrig ist. Durch eine individuelle Hormontherapie kann der notwendige Testosteronwert wiederhergestellt werden. Übrigens: Eine Eigendiagnose bei einer Erektionsstörung ist unzulänglich. Häufig treten verschiedene Indikatoren zusammen, die eine erektile Dysfunktion ausgelöst haben. Der Besuch beim Urologen ist damit unerlässlich und stellt den ersten Schritt in Richtung Heilung der Erektionsstörung dar. Gut zu wissen ist: Keine Diagnose einer erektilen Dysfunktion ist endgültig!

Quellen:

Focus Online (2018): Die wichtigsten Hilfen gegen Erektionsprobleme. Online verfügbar unter: https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/maenner/news/tid-25220/erektionsstoerungen-die-11-haeufigsten-ursachen-die-wichtigsten-hilfen-gegen-erektionsprobleme_aid_721908.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

Hollersen, W. (2015): Kaffeetrinker haben weniger Erektionsprobleme. Online verfügbar unter: https://www.welt.de/gesundheit/article141443510/Kaffeetrinker-haben-weniger-Erektionsprobleme.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.